SOKRATES VERLAG

 

VITA

 

 

Martin Sage wuchs auf der Farm seiner Großeltern im Staat New York auf. Schon als Junge entwickelte er eine Faszination darin Menschen zu beobachten und Ihre Natur zu erforschen und legte damit die Grundlage für seine spätere Karriere.

 

In den Siebziger Jahren studierte er Psychologie und schloss 1973 mit dem B.A. ab. Seine Leidenschaft galt den Studien rund um Freud, C.G. Jung und Adler, doch die Arbeit des Psychologen Abraham Maslow inspirierte ihn so entscheidend, dass er die Darstellungen über das selbstverwirklichte Individuum, der Begriff Selbstverwirklichung bezeichnet den Wunsch des Menschen alle Potenziale voll auszuschöpfen, zu dem Kernelement seiner zukünftigen Arbeit machte. Anschließend verbrachte er sein Magisterstudium an der Middle Tennessee State University. Das Doktorat nahm er an der University Southern Mississippi auf. Seine berufliche Tätigkeit begann er 1975 als Psychotherapeut an einer psychiatrischen Klinik in Beaumont, Texas als Familientherapeut. In den darauffolgenden Jahren ergänzte er sein Wissen durch die Zusammenarbeit mit zahlreichen Mentoren wie dem transpersonalen Psychologen Dr. H. Hermon. In Dr. Herman begegnete er dem ersten Menschen, der die Theorie der humanistischen Psychologie selbst verkörperte. Seine Verbindung zu Fritz Perls, einem der Begründer der Gestalttherapie, er arbeitete in den Sechziger Jahren am Esalen-Institut in Kalifornien, einem damals wichtigen Begegnungsort der „Human Potential-Bewegung“, beeinflusste ihn ebenfalls maßgeblich.

 

Bei Moshé Feldenkrais lernte er dessen Methode kennen, persönliche Handlungsmuster durch Erweiterung des Selbstbildung zu verändern oder zu steigern (Feldenkrais-Methode). Weiter beeinflusste ihn die Zusammenarbeit mit der Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross und ihrer 5-Phasen-Theorie, um einen eigenen Ansatz zu entwickeln. Sage verband Elemente der Systemtheorie des Soziologen Talcott Parsons mit Elementen der Familientherapie und der Gestalttheorie zu einer eigenen „positiven Psychologie“ und kombinierte diese später als erster mit amerikanischen Managementmethoden, wie denen von Peter F. Drucker.

 

Das Resultat seiner Studien und Arbeiten deckt den humanistisch, pychologischen Bereich der so genannten Sage Learning Method ab, die in den Performance Scales ihren praktischen Ausdruck hat. Zu Beginn der Achtziger Jahre leitete Sage seine ersten Seminare auf der Basis des Werks von Abraham Maslow und arbeitete als Business Coach und Trainer in den Vereinigten Staaten. Schließlich zog er für einige Jahre nach Maui, Hawaii und entwickelte zahlreiche Seminare zu den Themen Business und Leadership. Die Performance Scales erreichten dort durch die Begegnung mit Prof. Dr. C. Spielberger, dem damaligen Präsidenten der Vereinigung Amerikanischer Psychologen (APA) Ihre offizielle Bestätigung. Spielberger erkannte in den Arbeiten Sages Parallelen zu seinen eigenen Forschungen am Center for Research in Behavioral Medicine and Health Psychology an der Universität von Tempa, Florida, aus der heraus sich eine langjährige Forschungsfreundschaft entwickelte. Menschen und Unternehmen aus ganz Amerika und Europa zählten zu seinen Kunden.

 

In den Neunziger Jahren wurde die Learning Conference u.a. in Zusammenarbeit mit den Friedensnobelpreisträgern Dr. Frithjof Capra und Dr. Ilya Progogine in Austin, Texas etabliert, um themennahe Fachleute zu einem internationalen Austausch einzuladen und ähnlich der Davoser Konferenz unterschiedliche Leaderfiguren aus Business, Politik oder auch Entertainment und Kunst an einen Tisch zu bringen, um neue Synergien zu erwarten. Seitdem arbeitet und lebt Sage neben seinem Wohnsitz auf seiner Farm in Austin auch in Europa. In Deutschland arbeitete er eng mit Sonja Becker im Bereich des Entrepreneurial Business Coaching zusammen. Mit ihr verfasste er die Bücher Time & Money und Coaching – Erfolg im 21. Jahrhundert. Sage lebt heute die meiste Zeit des Jahres auf Ibiza.

 

 

Die Sage Learning Method

 

Der Schlüsselbegriff zu seiner Lernmethode, der Sage Learning Method, lautet „Neugier“. Im engeren Sinne „lernt“ man nicht durch Wissensansammlung und Häufung intellektueller Fähigkeiten, sondern durch Neugier und Talentförderung.

 

„Neugier“ bezeichnet die positive, in der Psychoanalyse und –therapie meist unterrepräsentierte, da vermeintlich uninteressantere Form des menschlichen Bewusstseins. Da Neugier keine pathogenen Züge aufweist, war er selten Gegenstand der Forschung. Die Begegnung mit dem prominentesten Neugier-Experten, dem Psychologen Prof. Dr. Charles E. Spielberger untermauerte Sages’ Ansatz als wissenschaftlich fundierte Methode: Dessen State Trait Anxiety Inventory-Ansatz (STAI) kommt analog zu ähnlichen Ergebnissen, wie Sage sie in Theorie und Praxis erfahren und bestätigt bekommen hatte.

 

Die Förderung der Sage Learning Method führte zum Konzept des ‚Coaching’, das zunächst mehr oder minder aus seinem ursprünglichen Bereich, dem Sport, adaptiert wurde und in den Achtziger Jahren zu einer eigenständigen Form als Alternative zu therapeutischen Methoden eingeführt wurde. Sages ' Coaching-Methode fußt auf der These, dass jeder Mensch dort seine gesamte Energie einbringt, wo seine Neugier am stärksten gefördert wird. Diese Neugier zu finden – in den meisten Fällen wieder zu entdecken – und zu fördern, wird als ‚Coaching’ bezeichnet. Vor allem im Bereich Business -Coaching hat sich die Sage Learning Method vielerorts durchgesetzt.

 

 

Die 'Performance Scales'

 

Zusammen mit Gigi Tomasek und Sonja Becker entwickelte Martin Sage aus der Sage Learning Method für die unterschiedlichsten Lebensbereiche die so genannten ‚Performance Scales’. Sie sind ein Abbild der verschiedenen mentalen Stadien, die sich entsprechend in psychischen Moment ausdrücken: bei Gefühlen etwa reicht die Skala von Wahnsinn (‚madness’) bis Glückseligkeit (‚bliss’). Je nachdem, in welchem Stadium man sich befindet, geht man mit sich der Welt und anderen um, verhält sich die Welt zu einem. Die meisten Menschen verharren ab einem gewissen Lebensalter in den emotionalen Phasen der Wut, Melancholie, Frustration oder schlicht Ermüdung. In letzteren Phasen lassen sie davon ab, sich gegen negative Einflüsse aktiv zu wehren oder die positiven wahrzunehmen oder für sich zu beanspruchen: wie etwa der geborene Musiker, der eines Tages aus Angst vor dem Scheitern lieber die sichere Stelle eines Versicherungsvertreters annimmt, statt sein Talent zu fordern und zu fördern. In diesen Phasen finden sich die meisten Menschen in der Coachingpraxis wieder, da Talent und Neugier unter Erfahrungen, Kritik und Skepsis „biografisch verschüttet“ sind.

 

Martin Sages’ Performance Scales basieren auf der Theorie des mentalen Wachstums: Auch die Seele hat eine Dynamik. Man wächst nicht nur physisch, sondern auch psychisch. Ebenso wie das biologische Wachstum ist ab einem gewissen Lebensstadium ein Rückgang zu erkennen, jedoch nicht unbedingt „im besten Alter“, sondern oft schon weit davor. Die Abnahme eines von Geburt gegebenen Lebens-Enthusiasmus stellt sich oftmals bereits nach den ersten negativen Lebenserfahrungen (Enttäuschungen) in der Pubertät ein. Sie führen den mentalen Zustand eines ursprünglich wachen, positiv gestimmten Menschen (Kind) in Phasen der Desillusionierung, von Wut, Frustration oder Melancholie bis „hinunter“ in Depressionen und sogar den Willen, sich über das Unglück anderer zu definieren (etwa Diktatoren). Die Kenntnis solcher Phasen ist nach Sage jedoch nicht zu verleugnen, sondern nötig, um sich der positiven, sich steigernden Phasen der Neugier bewusst zu sein: Sie führen bis in Stadien des Enthusiasmus und Glückseligkeit (‚bliss’, etwa Buddha). Die mentale Konstitution eines Menschen entspricht, ähnlich wie beim Menschen Leonardo da Vincis einem Baum, der nach oben wie nach unten wächst, als Äste und als Wurzeln.

 

Als Abwehrmechanismus weichen die meisten Menschen allerdings von ihrer naturgegeben Neugier ab und gehen einen lebenssichernden Vertrag ein, statt ihr Talent zu suchen oder ihrer Vision zu folgen. Diese Elemente herauszubilden und zu fördern, ist einer der Hauptansätze in Sages' Praxis. Durch Coaching oder Selbst-Coaching besteht die Gelegenheit, in einem Stadium „aufzurücken“: die Entdeckung der eigenen Neugier vermag es, etwa Phasen der Angst und Wut hinter sich lassen zu können und sich zum Positiven „nach oben“ zu orientieren: zu Lebensgenuss, Glück, Inspiration und anderen Phasen. Martin Sages’ Vorgehen entspricht einer Art menschlicher Seismografie: Je nach Untersuchung der persönlichen Lebensthemen erhellt sich der Zustand des Coachee, so dass dort sein eigentliches Potenzial vermutet und eventuell entdeckt und gefördert wird: Zurücklassen von Wut und Enttäuschung, Akzeptanz des Zustandes und der eigenen Fähigkeiten sowie deren ganz praktische Förderung, vom Projekt bis zum eigenen Unternehmen, sind typische Phasen im Coachingprozess.

 

Triebfeder zum „Aufstieg“ ist nach Sage immer die persönliche Neugier. Daher kann man einzelnen Menschen auch kein Erfolgrezept an die Hand geben noch lehren: Man muss ihn „coachen“ im Sinne, die eigene Neugier voraussetzungslos zu entdecken und zu fördern. Eine Coaching-Leitfrage ist etwa „Was willst du eigentlich?“. Sage wurde aufgrund seiner Fragetechnik des „Nicht-Wissens“ oft der „Moderne Sokrates“ genannt.

 

 

Praxis

 

Seine Coaching-Methode entwickelte Sage in unterschiedlichen Bereichen, wie im Sport, in Business und Management  nach Ansätzen von Peter F. Drucker, im Bereich Verkaufen in Zusammenarbeit mit Brian Tracy und Zig Ziglar. Zusammen mit Sonja Becker wurde sein Ansatz auf die Bereiche Leadership- und Business Training angewandt und mit Gigi Tomasek auf die Bereiche von Beziehung, Kommunikation, Familie und Erziehung. Inzwischen arbeitet das Gründerteam weltweit unabhängig als führender Anbieter von High-End-Leadership-Coaching und coacht Führungskräfte in der Umsetzung Ihrer Ziele und Visionen.